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Der Palacio Real (königlicher Palast) wurde im 18. Jh. im Stil des Neoklassizismus errichtet. Die Bauarbeiten begannen 1737. Die Italiener Philipp Juvarra, Giovanni Battista Sacchetti und Francesco Sabatini zählen zu den Hauptarchitekten. Seine Ausdehnung beträgt 13 H.
Der Grundriss des Palastes wurde von Sacchetti entworfen. Es handelt sich um eine quadratische Anlage mit einem vorgelagerten Ehrenhof. Schetti folgte dem Muster der Fassaden des Louvre von Bernini. Das Gebäude wird auf zwei Körper verteilt. Der erste besteht aus gepolsterten Sokeln und der zweite hat ionische Pilaster mit Kranzgesims und einer breiten Brünstung. Die Skulpturen von Königen, die heutzutage den Plaza de Oriente schmücken, sollten auf dem obersten Kranzgesims des Palasts stehen. Jedoch waren sie zu schwer und passten deswegen nicht dazu. Infolgedessen wurden sie nach den Platz gebracht und auf die Grundlagen gestellt, die heute auf verschiede Punkte von Madrid sich verteilen.
Bei dem Aufbau benötigte man weißen Colmenarstein und Granit aus dem Gebirge von Guadarrama. Die Bauarbeiten wurden unter Ferdinand VI. höchst angetrieben, trotzdem war der Palast erst bis 1764 nicht bewohnbar. Carlos III. war der erste Monarch, der den Palacio Real bewohnte.
Der Palast beherbergt die großartige Treppe von Sabatini, deren Stufen je 5 m lang beträgen, sowie ein hervorragendes Museum, in dem man Werke von Künstler wie Goya, El Greco, Rubens, Velázquez, Caravaggio oder Luca Giordano betrachten kann. Die prunkvollen Sälen des Palast werden mit Fresken von Giaquinto, Tiépolo Bayeu oder Mengs verziert und mit beachtlichen Beispiele von dekorativen Möbelstücken möbliert. Als sehenswert gelten insbesondere: Die Saal des Thrones, im Rokoko Stil, die mit rotem Stoff bezieht ist und verschiedene Statuen aus dem ehemaligen Alcazar beherbergt. 4 Löwen, die unter schönen Baldachinen liegen, geleiten die 4 Thronen der Saal. Die Saal der Säulen, auf der Gegenseite der Treppe, wird von einer Skulptur des Kaisers Karls V. gethront. Andere wichtige Säle sind die Gasparini Saal, mit chinesischer rokoko Verzierung, die Saal der Spiegeln, im Stil des Neoklassizismus mit goldenen, weißen und blauen Stuckarbeiten, und die Königliche Kapelle (Sacchetti und Ventura Rodríguez, 1749-1757), mit zentralem Grundriss und eindrucksvoller halbkreisförmiger Kuppel.
Als sehenswert gelten ebenso die Sammlungen von Gobelins der Renaissance, die Musikinstrumente, Porzellan, Geschirre, Uhren, Medaillen und Schmiedearbeiten, sowie die Königliche Apotheke, mit interessanten Rezepten der Königsfamilie, und zum Schluss die vollkommene Königliche Waffensammlung, mit Rüstungen und Waffen des Kaisers.
Die Gärtenanlagen “Campo del Moro” wurden von Fernando García Mercadel auf einem Hügel entworfen, der in den Fluss Manzanares hinunter geht. Dieser Hügel diente schon den Mauren in dem Mittelalter als Feldlager. Auf dem nördlichen Teil der Anlagen strecken sich die Sabatini Gärten, auf dem Gelände des ehemaligen Reitstalls.
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Das Museo del Prado ist eine der bedeutendsten Pinakotheken der Welt. Es besitzt die vollständigsten Sammlung der spanischen Malerei zwischen den 11. und 12. Jh. und viele von den Meisterwerken größer Mäler wie Velazquez, Goya, El Greco, Tizian, Hyeronimus Bosch oder Rubens.
Mehr als 9.000 Werke, die meisten von denen Malereien, gehören seinen Beständen, aber nur 1.500 sind öffentlich ausgestellt.

Spanisches Kunstmuseum des 20. Jahrhunderts. Es befindet sich im alten Hospital San Carlos, das von Francisco Sabatini erbaut und kürzlich vom Architekten Jean Nouvel erweitert wurde. Es wurde am 10. September 1992 von ihren Majestäten König Juan Carlos und Königin Sofia eingeweiht.
Die in ihm ausgestellten Kunstsammlungen wurden ständig bereichert. Seine Sammlung moderner Kunst gehört zu den am höchsten geschätzten und bewerteten.

Die Kathedrale Santa María de la Almudena liegt im Stadtzentrum, gegenüber den Palacio Real. Der Tempel umfasst verschiedene Kunstrichtungen: Neoklassizismus im Äußeren, Neugotik in Inneren und Neuromanik. Sie wurde am 15. Juni 1993 vom Papst Johannes Paul II. während seiner vierten Reise nach Spanien geweiht.
Es handelt sich um eine kreuzförmige Kirche (102 Meter lang und 73 Meter hoch). Ihre Vierung beträgt 66 Meter lang und verfügt über 13 Kapellen, 3 Altare und eine Kuppel aus Stein und Granit, deren Durchmesser 20 Meter beträgt. Die Kuppel wurde im zwei verschiedenen Kunstrichtungen erbaut. Ihrer Äußeren ist Barock und ihrer Inneren gotisch. Im Äußeren laufen rund um die Kuppel die Statuen der zwölf Apostel.
Die Hauptfassade wird von vier Statuen der spanischen Heiligen San Isidro, Santa María de la Cabeza, Santa Teresa de Jesús und San Ferdinand, geschaffen von Ramón Chaparro, gekrönt. Sie sind aus weißem Stein aus Colmenar.
Der Altar der Jungfrau Almudena, die Schutzheilige der Stadt, liegt in der Vierung des rechten Schiffes. Die Jungfrau befindet sich in der zentralen Nische eines eindrucksvollen Altarretabels von achtzehn Tafeln, die mit Szenen aus dem Leben Christi von Juan de Borgoña (Ende 15.- Anfang 16. Jahrhundert) gemalt wurde. Die letzten Beiträge zur Kathedrale waren die neu byzantinischen Wandmalereien an der Apsis von Kiko Argüello. Sie stellen Szene aus dem Leben Christi dar.
1944 wurde ein nationales Wettbewerb von Architektur ausgeschrieben, um das Problem mit dem Abschluss der Kathedrale zu lösen. Die Architekten Fernando Chueca und Carlos Sidro waren die Gewinner. Sie verzichteten auf die Neugotik und fügten Bogengänge, Portiken, Kapellen und Zimmer hinzu. Auf diese Weise passte die Kathedrale stilistisch zum angrenzenden Königspalast, auch im Stil des Neoklassizismus.

Es handelt sich um einen der Wahrzeichen der Stadt Madrid.
Das Alcalá-Tor befindet sich auf dem Unabhängigkeitsplatz, inmitten eines Kreisverkehrs. Es wurde der Ankunft Karls III. an Madrid gewidmet. Als 1759 Karl III. die Stadt Madrid durch das ehemalige Alcalá-Tor betrat, die unter Philipp III. im Barock Stil errichtet wurde, befahl er seinen Abriss und gab das heutige Tor im Auftrag. Die Ausschmückung besteht aus Skulpturen, Reliefs, Kapitellen und einer steinernen Steinplatte mit der Inschrift auf Italienisch “Karl III. Jahr 1778” und dem Wappen, gehalten vom Ruhm und Genius.
Das Tor wurde mit 1,95 Metern hohen Granitblöcken und weißen Steinen gebaut. Es hat fünf Maueröffnungen, drei Rundbogen und zwei scheitrechte Bogen. Auf dem Hauptbogen erhebt sich ein Oberkörper, der mit einem gebogenen Pediment gekrönt ist, das gleichfalls ein anderes Pediment beherbergt. Das Tor verfügt über zwei verschiedene Seiten. Der Oberteil wird mit Trophäen und Figuren von Kindern sowie von dem Wappen versehen; alle sind Werken von Francisco Gutiérrez. Der Rest der Ausschmückung wurde von Roberto Michel geschaffen.
Bei diesem Bauwerk von Sabatini werden die verschiedenen Tendenzen des internationalen und akademischen Barocks eingebunden. Gleichfalls wird diese strategische Enklave der Hauptstadt heftig von der komplizierten Beziehung zwischen dem Tor und der Promenade geprägt.