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Valladolid, die Verwaltungshauptstadt von Kastilien und León, zeichnet sich durch eine Vergangenheit aus, in der sie die Hauptstadt eines Imperiums und ein weltweites Referenzpunkt war.
Valladolid, das von den Flüssen Pisuerga und Esgueva durchquert wird, war seit prähistorischen Zeiten besiedelt. In mehreren Teilen der Stadt, hauptsächlich in der Altstadt, wurden römische Überreste gefunden, die von Mosaiken bis zu Keramiken reichen. In der Umgebung der Stadt wurden mehrere Villen entdeckt, in denen ebenfalls verschiedene Funde gemacht wurden, wie das berühmte Mosaik der Cantharus. Die Realität ist, dass erst im Mittelalter eine feste Ansiedlung entstand.
Nach einer kurzen Phase der muslimischen Kontrolle wurden das Gebiet von Valladolid und das Duero-Tal von Alfons I. erobert. Ab dem 10. Jahrhundert begann sich ein Bereich wieder zu besiedeln, in dem nur wenige Bewohner existierten. Ab dem 11. Jahrhundert begann sich Valladolid bedeutend zu entwickeln, indem es im 13. Jahrhundert von Alfons VIII. als höfische Stadt ernannt wurde. Von diesem Zeitpunkt an würde die Stadt die wandernde königliche Hofhaltung häufig beherbergen. Der Plaza Mayor wäre Zeuge der Proklamation von Ferdinand III. zum König oder dem Urteil gegen Álvaro de Luna, dem Günstling von Johannes II., der wegen Hochverrats verurteilt wurde. 1489 wurde in der Stadt das Kanzleigericht und 1500 das der Inquisition eingerichtet.
Zwischen 1527 und 1559 war Valladolid die politische Hauptstadt der spanischen Monarchie. Nach der Verlegung des Hofes nach Madrid würde Philipp III. die Hauptstadt der Stadt für 5 Jahre, von 1601 bis 1606, zurückerobern. Bereits im 19. Jahrhundert, mit der französischen Besetzung, würde die Stadt strategischen Wert zurückerlangen, indem sie ein Operationszentrum der napoleonischen Truppen war.
Aufgrund dieser komplexen Geschichte bewahrt die Stadt Valladolid wirklich interessante Erbgutüberreste. Hervorzuheben sind die Iglesia de San Pablo oder die Kathedrale. Ebenfalls bedeutend ist das Nationale Skulpturenmuseum und der Palast von Santa Cruz.
All das wird durch ein vielfältiges Freizeit- und Gastronomieangebot ergänzt, das Valladolid zu einer der meistbesuchten Städte Spaniens macht. Tatsächlich ist es der Sitz der Internationalen Messe für Inlandstourismus (INTUR).



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