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Die archäologische Stätte der römischen Villa von El Ruedo befindet sich in der Nähe der Ortschaft Almedinilla. Sie ist als Kulturgut deklariert.
Sie ist in zwei Bereiche unterteilt: die römische Villa, deren pars urbana (Wohnbereich) sich in gutem Zustand befindet, und eine Bestattungsnekropole. Der pars rústica der Villa diente der landwirtschaftlichen Nutzung.
Ursprünglich war die römische Villa zwischen den Jahrhunderten I und III n. Chr. bescheiden. Im 4. Jahrhundert jedoch verwandelte sie sich in ein Latifundium mit luxuriösem aristokratischem Wohnbereich. Von Anfang an strukturierte sich das Hauptgebäude um einen zentralen Hof mit Peristyl oder Säulengang. Der Wohnbereich verteile sich um den mit einem Brunnen zentrierten Hof. Es sind zahlreiche Stuccos mit Wand- und Deckenmalereien erhalten, deren Fresken Marmorimitate darstellten.
Der Raum der Bäder hatte ein Hypokaustenheizungssystem unter dem Boden. Der Empfangsraum entspricht dem Speisesaal oder Triclinium mit einem halbkreisförmigen Tisch. Das Wasser kam von dem monumentalen Brunnen oder Nymphäum am Ende der Villa, der einer simulierten Kaskade diente.
Die Macht der Familie, die diese Villa bewohnte, zeigt sich sowohl in der pars urbana als auch in den Skulpturengruppen, die im historischen Museum der Ortschaft zu sehen sind. Hervorzuheben sind Figuren wie Dionysos, Apollon, Perseus, Andromeda, Hermaphrodit, Silen oder Venus. Die meisten Darstellungen beziehen sich auf die griechisch-römische Mythologie, aber auch auf den religiösen Kult der Eigentümer. Besonders erwähnenswert sind die Bronzestücke, die Hypnos oder Somus, den Gott des Schlafes zeigen, der den Speisesaal schmückte.
Der Wohnbereich wurde Mitte des 5. Jahrhunderts aufgegeben, was mit absichtlichen Zerstörungen der Skulpturen zusammenfiel, die unter den Schutt oder den Brunnen des Hauses gelegt wurden. Es war die Zeit, in der der Wohnbereich in einen Produktionsbereich mit Backöfen, Pressen, Müller und bescheidenen Häusern umgebaut wurde.
Im angrenzenden Nekropolenbereich der Villa wurden ausgegrabene Gräber gefunden, die in parallelen Reihen mit dazwischen gelegenen freien Räumen angeordnet sind. Diese dazwischen liegenden Räume sollten sowohl für den Zugang zu den Gräbern als auch für ihre allmähliche und schrittweise Erweiterung im Laufe der Zeit dienen.
Baujahr: 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr.
Stil: Römische Antike
Kategorie: Zivil
Typ: Archäologische Stätte
Adresse und telefon
Öffnungszeiten
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