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Roncesvalles ist eine Ortschaft im Norden Navarras und ein bedeutender Ort am Jakobsweg, da er eine Durchgangsstation von Frankreich auf die Iberische Halbinsel darstellt.
In Roncesvalles fand die berühmte Schlacht statt, bei der das Heer Karls des Großen gegen die Basken kämpfte, die den Franken einen Hinterhalt legten und sie besiegten. Die epische Schlacht von Roncesvalles und der Charakter des Ortes als Herberge für die Pilger, die seit dem Mittelalter bis heute nach Santiago reisten, sind die zwei Faktoren, die die Geschichte dieses Ortes bilden, die noch heute lebendig ist.
Von dem großen Komplex, der Roncesvalles ausmachte, ist wenig übrig geblieben. Heutzutage kann man in Roncesvalles die Kollegiatskirche Santa María von Roncesvalles besuchen, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Diese Kirche im Basilikastil vereint alle Neuerungen der französischen Gotik und wurde gebaut, um eine frühere Kirche zu ersetzen, die keine Überreste hinterlassen hat. Das gotische Kreuzgang aus dem 14. Jahrhundert musste während des Barocks restauriert werden, wobei fast der gesamte ursprüngliche Skulpturenschmuck verloren ging. Das Auffälligste am Kreuzgang ist das Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, das auch als Brunnen dient.
Die Kapelle St. Augustin, ehemaliger Kapitelsaal, ist die Grabstätte von König Sancho VII. Die beiden anderen erhaltenen Kapellen sind die Jakobuskapelle und die Heilig-Geist-Kapelle, wobei letztere das derzeit älteste Gebäude des Komplexes ist und vermutlich ursprünglich Teil des Krankenhauses war.
In Roncesvalles sind auch die Überreste des alten Pilgerhospitals erhalten, insbesondere eine Mauer an die Jakobskapelle angebaut. Das jetzige Krankenhaus wurde im 19. Jahrhundert erbaut.
Das Museum ist ebenfalls von großem Interesse in Roncesvalles, da es eine beeindruckende Anzahl von Kunstwerken beherbergt, darunter das Schachspiel Karls des Großen.