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Historisch gesehen sind die Torres Bermejas mit der Alcazaba der Alhambra verbunden. Sie waren Teil des ersten Verteidigungssystems im maurischen Granada.
Die ältesten Überreste stammen aus dem späten 8. und frühen 9. Jahrhundert. Vor der Alhambra gab es eine Burg ähnlich der Alcazaba. Sie war eine der ersten islamischen Verteidigungsanlagen in der Stadt. Diese Burg verband sich mit der Mauer, wo heute die Puerta de las Granadas steht. Sie war auch mit der Mauer verbunden, die bis ins Zentrum von Granada führte. Die Torres Bermejas wurden im 11. Jahrhundert mit einer Mauer, die teilweise noch erhalten ist, mit einer anderen verbunden, die die Stadt verteidigte, und mit der Alcazaba der Alhambra.
Im 13. Jahrhundert, mit der Ankunft der Nasriden-Dynastie, wurden die Torres Bermejas renoviert. Zuerst von Muhammad I. Al-Ahmar, dem Gründer der Nasriden-Dynastie. Danach von seinem Sohn, Muhammad II. Nach der Eroberung Granadas durch die Katholischen Könige wurden sie im 16. Jahrhundert an die neuen Verteidigungsanforderungen angepasst. Aus dieser Zeit sticht das kurvige Bollwerk hervor. Auch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden sie restauriert.
Sie hatten unterschiedliche Nutzungen, vom Kasernenbau über das Gefängnis bis hin zur Wohnung. Ihre letzte Funktion war die eines Militärgefängnisses, bis sie 1962 in den Besitz des Patronats der Alhambra und Generalife übergingen.
Auch in jüngerer Zeit wurden sie restauriert. Die letzten Eingriffe, die an den Torres Bermejas vor ihrer Eröffnung für die Öffentlichkeit im Jahr 2024 vorgenommen wurden, begannen 2018. Es wurden Restaurierungs- und Erhaltungsarbeiten durchgeführt, um ihre Stabilität zu gewährleisten. Während dieser Arbeiten wurden mehrere Entdeckungen gemacht: die Überreste einer alten mittelalterlichen Mauer und eines Nassalitapfernraturms, den die Katholischen Könige 1497 renovierten. Außerdem konnte das Verbindungssystem der Torres Bermejas mit dem Torre del Homenaje identifiziert werden.
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Die Capilla Real (de. königliche Kapelle) liegt in der Kathedrale von Granada. Sie wurde auf dem Gelände der ehemaligen Hauptmoschee Granadas errichtet.
Ihrer Aufbau umfasst mehrere Phasen, in denen sich unterschiedliche Stilrichtungen mischen: Gotik, Renaissance und Barock. Sie hat einen rechteckigen Grundriss und vieleckige Chorhaus. Die Hauptkapelle ist etwas höher. Es handelt sich um einen der letzten spitzbogigen Tempel, die in Spanien errichtet wurden.
Sie ist durch eine breite Brüstung und anmutige Fensterfront gekrönt. Die Kapelle hat ein platereskes Portal. Die Seitenkapellen stellen eine großartige Sammlung der Malerei und Bildhauerei Granadas aus. Die Vierung wird durch einem eindrucksvollen goldenen Schmiedeeisern von Bartolomé de Jaén geschlossen.
In der Mitte der Vierung befinden sich die Grabmäler aus Karraramarmor der Katholischen Könige, die von Domenico Fancelli geschaffen wurden, sowie die Grabmäler von Juana die Verrückte und Philipp der Hübsche, Werk von Bartolomé Ordóñez 1520.
Unter den Sarkophagen liegt die Krypte, die Begräbnisstätte von Königen war, bis sie zum Pantheon des Klosters El Escorial gebracht wurden.
Das Portal der Sakristei, die ein kleines Museum von Gegenständen der Katholischen Könige beinhaltet, ist Jacopo Florentino zugeschrieben. Hier kann man, zum Beispiel, die Krone und das Zepter der Königin Isabella, das Schwert des Königs Ferdinand und die Sammlung von flämischen Gemälden, die die Königin der Kapelle widmete, betrachten.
Hervorzuheben ist das hervorragende Altarretabel von Felipe Vigarny, das die Eroberung Granadas darstellt, das großartige Chorgestühl und die platereske Brüstung.

Die Bauarbeiten wurden von Enrique Egas auf dem Muster der gotischen Kathedrale von Toledo angefangen. 1529 wurde der Bau dem Architekten Diego de Siloé übergeben, wer einen neuen Entwurf im Stil der spanischen Renaissance plante, indem er den Längsbau mit dem Zentralbau einband. Das gab ihm die Anerkennung der damaligen Architekten.
Die Kathedrale besteht aus fünf Schiffen, die voneinander durch imposante Pfeiler getrennt sind, und aus einem mit flämischen Bleiglasfenstern versehenen Chorumgang, von Theodor von Holland und Juan Campen. Die eindrucksvolle barocke Fassade, wurde von Alonso Cano 1667 als einen monumentalen Triumphbogen mit Kassetten und drei Gängen zwischen verzierten Pilastern entworfen, was dem Bau intensive Lichtkontraste gibt. Siloé entwarf zwei hohe Türme. Trotzdem wurde nur einen von denen errichtet, der lediglich 57 m statt 81 m hoch war, wie er geplant wurde.
Im Inneren des Tempels ragt die Hauptkapelle, Meisterwerk von Siloé, hervor. Sie hat einem kreisförmigen Grundriss und ist sehr hoch. Die Höhe wird von zwölf korinthischen Säulen gestützt. Hier befinden sich die betenden Statuen der Katholischen Könige, von Pedro Mena und Madrazo. In dem Hauptaltar der Sakristei hängt einem großen Gekreuzigte von Martínez Montañés und in einer Vitrine wird eine kleine Madonna von Alonso Cano aufgehoben. Das ornamentierte Lesepult wurde auch von Alonso Cano geschaffen. Hervorzuheben sind die Kapellen von der Virgen del Pilar, von Nuestra Señora de la Antigua und von der Trinidad.
Neben ihr befindet sich die Kirche des Sagrario, im Stil des Neoklassizismus. Sie besitzt eine hohe Kuppel aus der Renaissance, von Hurtado Izquierdo 1705 – 1759. Im Dommuseum sind Meisterwerke von den Künstlern Bocanegra, Risueño, Sánchez-Cotán, Raxis, Cieza, Pacheco oder von Bildhauern wie Alonso und Pedro de Mena oder Pablo Pacheco zu bewundern.

Das Viertel streckt sich auf dem westlichen Teil des Hügels San Miguel und auf dem südlichen Teil des Hügels San Cristóbal.
Als die Christen Anfang 13. Jh. die Stadt Baeza eroberten, im Norden vom Andalusien, flohen die Einwohner in den Süden und ließen sich in der Umgebung der Granader Festung nieder. Sie nannten dieses neue Viertel al-Bayzinn, «Ort der Leute aus Baeza».
Aber im Laufe der Zeit erhielt auch der Rest des Hügels, ursprünglich die “alte Festung” (ar. “Alcazaba Kalima”) genannt, den Name “Albaicín”. Das Albaicín verfügt über Anziehungskräfte, die es das bezauberste attraktivste Viertel Granadas ausmachen. Auffallend ist die Häusergestaltung, die dem hügeligen Gelände anpassen. Die Straßen sind eng und kurvenreich, mit ansteigenden Wegen, die auf der ursprünglichen mittelalterlichen Stadtgestaltung verweisen. Typisch von diesem Viertel sind die “Cármenes”, die Innengärten der weißen Häuser.
Nicht zu übersehen sind die zwei Aussichtspunkte: der Mirador de San Nicolás, mit wunderschönen Aussichten über die Alhambra, und der Mirador de San Miguel, der eine Panoramaaussicht über den Südteil der Stadt anbietet.

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